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VEREIN GEDENKSTÄTTE KZ ENGERHAFE E.V.

 

 
  
     Das historische Pfarrhaus

"Gedenken an das KZ Engerhafe im Jahre 2020"

Am 21. Oktober 2020 jährte sich die Ankunft der ersten Gefangenen im KZ Engerhafe zum 76. Mal. Vom 21.Oktober bis zum 22 Dezember 1944 erlitten die 2.000 Männer unsägliches Leid, 188 von ihnen starben in dieser kurzen Zeit.

Wie in den vergangenen Jahren erinnerte der Verein Gedenkstätte KZ Engerhafe e.V. und die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Engerhafe mit einer Gedenkveranstaltung an die Opfer des KZ Engerhafe. In diesem Jahr durften die Gedenkveranstaltung jedoch nicht im gewohnten Rahmen mit viele Gästen stattfinden. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auflagen erforderte eine Änderung der Abläufe. Die gesamte Gedenkveranstaltung fand unter freiem Himmel statt. Auch unter diesen Bedingungen ist es gelungen, ein würdevolles Gedenken an die Opfer zu ermöglichen.

Für die Zeit vom 21.Oktober bis 22.Dezember ist eine Installation mit einem Werk des Künstlers Herbert Müller am Glockenturm der Kirche zu sehen.


Installation am Glockenturm mit einem Werk des Künstlers Herbert Müller

 


Hilke Osterwald, 1. Vorsitzende des Verein Gedenkstätte KZ Engerhafe

Unter der Schirmherrschaft des Landrates des Landkreises Aurich, Olaf Meinen, begrüßte die 1. Vorsitzende des Vereins, Pastorin Hilke Osterwald, einen kleinen Kreis von 20 Personen.


Olaf Meinen, Landrat des Landkreises Aurich

Musikalisch begleitet wurde das Gedenken durch den Saxophonisten Jochen Fischer


Jochen Fischer am Saxophon

Auch in diesem Jahr wurden in Gedenken an ihren Tod die Namen der 188 Gefangenen verlesen, die im KZ Engerhafe verstarben. Vier junge Mitglieder der Kirchengemeinde Engerhafe verlasen die Namen und zündeten für jeden Tag an dem im Jahr 1944 eine Bestattung auf dem Engerhafer Friedhof stattfand eine Kerze an.


Vorleser: Marie Diedrichs, Naomi Meulenberg-Immen, Thies Breemhaar , Ivonne Müller (v.L.)

Im Anschluss an das Verlesen der Namen wurden die Kerzen zur Grabanlage getragen und dort vor dem Mahnmal abgestellt.


Kerzen vor Grabanlage

Mit einem von Pastorin Osterwald gesprochenen Segen und dem Läuten der Kirchenglocken endete das Gedenken am 21.Oktober.

In diesem Jahr wurde das Gedenken auf einem Videofilm festgehalten.
Dieser Film wurde auf dem Portal „Youtube“ unter dem Titel "Gedenken an das KZ Engerhafe | Gedenkveranstaltung 2020"veröffentlicht.

(Link zum Video, 41:24 min ...)

(Link zur Kurzfassung des Videos, 7:29 min ...)

Fotos: Reunion Media
Text: Folkert Bents

 

 

"Gedenken am Mahnmal in Sandhorst
am Sonntag, dem 25. Oktober 2020"

Seit der Errichtung des Mahnmals am Panzergraben 2014 haben wir jedes Jahr im Herbst im Anschluss an das Gedenken in Engerhafe mit Angehörigen der Opfer, mit Besuchern und mit vielen Vereinsmitgliedern den Fußmarsch der Gefangenen im Jahre 1944 nachvollzogen: vom ehemaligen Auricher Güterschuppen an den Ort des Arbeitseinsatzes am Panzergraben in Sandhorst.

Wegen der Coronapandemie konnten wir in diesem Jahr keine Besucher einladen, auf den Gang und das Gedenken an die Opfer wollten wir aber bewusst nicht verzichten, gerade in dieser Situation ist uns das Gedenken wichtig.

So war es in diesem Jahr nur ein ganz kleiner Kreis von Vereinsmitgliedern, dazu kamen der Auricher Bürgermeister, Horst Feddermann und der Ortsbürgermeister von Sandhorst, Hans-Gerd Meyerholz.

Am Mahnmal versammelte sich eine Gruppe von 13 Personen. Hilke Osterwald, 1. Vorsitzende des Vereins, erinnerte in einer kurzen Ansprache an das Geschehen am Panzergraben und im Lager in Engerhafe und wies dabei auf Entwicklungen hin, die gerade heute das Erinnern unverzichtbar machen.

Das Spiel auf dem Euphonium von Werner Britz unterstrich die melancholische Grundstimmung in dem herbstlichen Wald am Mahnmal und an dem Überrest des Panzergrabens.

Im Anschluss an das Gedenken kam es zu intensiven Gesprächen unter den Teilnehmern über die Notwendigkeit zu gedenken und über Orte dafür. Dieses war – ungeplant nach dem eigentlichen Ende des Gedenkens – ein neuer Akzent dieser Veranstaltung, ging man doch sonst still auseinander.

So entstand – wohl gerade wegen der Corona bedingten Situation des kleinen Kreises von Beteiligten – eine neue Form des Gedenkens.


Gedenken am Mahnmal

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Verein Gedenkstätte KZ-Engerhafe e.V. - Kirchwyk 5 - 26624 Engerhafe